15 Mai 2016

Handstand Challenge: erste Yogasession

9. Mai 2016: Erste Yogasession mit Christophe Truchet in voller Länge. Zweieinhalb Stunden Asanas, Atem, Anatomie. Für Christophe wars wie ein Sprung vom Internet ins Intranet – nämlich sein eigenes.

Er erkannte auf seinem inneren Screen so einiges, was ihm zuvor nicht klar war: zum Beispiel, dass seine Hände, Arme und Schultern nicht ready sind für den Handstand. Der Wille will, aber das Handgelenk sagt aua. Der Kopf will durch die Wand, aber die Schultern bleiben hängen. Die Ungeduld will vorwärtsmachen, aber statt Resultate gibts nur Übungssalat. Das nervt, nicht nur den Geist, sondern auch das Gewebe. Nach ein paar von Internetvideos inspirierten Übungssessions hat Christophe Schmerzen in Hand- und Schultergelenk.

Sein erstes Einzelcoaching erlebte er als fundamental anders: weil ihm klar wurde, dass er zuerst das Fundament bauen muss, bevor das Haus, pardon der Handstand, sicher darauf steht. Das verändert seine Herangehensweise ans Home Training: stärkerer Fokus auf vorbereitende Übungen, aushalten, dass es nicht so schnell vorangeht, eigene Grenzen erkennen und respektieren – und merken, dass das eigentlich gar nichts mit Männlichkeit zu tun hat.

Es hat zu tun mit dem Doing-Modus, in dem wir ständig leisten, tun, bewerten und so eingenommen sind von unserem ewigen Tun, dass ein andrer Teil in uns zu kurz kommt: präsent sein, die Aufmerksamkeit richten und halten, switchen zum Being-Modus. Yoga findet schlicht nicht statt ohne diese innere Präsenz. Es wäre dann reines Körpertraining. Das kriegt man viel effizienter hin in einem Fitnessstudio. Was hoffentlich schon hier gut erkennbar ist: Es geht weniger um das Tun, als um «Wie tu ich’s?».

Am 1. Juni gibts das nächste Einzelcoaching mit mehr Insights zu holistischen Handstandvorbereitungen!