27 Sep 2016

Handstand Challenge: on track

Die erste Trainingssession nach der Sommerpause mit Handstandanwärter Christophe Truchet stimmte mich schon fast euphorisch. Und das lag nicht nur an der magischen Spätsommerstimmung, sondern an den Handstand-Komponenten Alignment, Festigkeit, Gleichgewicht – oder besser: Leichtgewicht.

Freitagnachmittag im Rieterpark: Diesmal gings richtig zur Sache – zweieinhalb Stunden praktisch nur Stützhaltungen, Stabilisierungsübungen und Schulteröffnungen. Siehe da, Christophe hatte anderntags nicht mal Muskelkater. Das sind Welten gegenüber der ersten Trainingsrunde im Mai. Was ist passiert?

Punkt 1: Trainingsrhythmus gefunden
Christophe trainiert nun im Schnitt fünfmal die Woche, abwechselnd Yogasessions und Krafttraining, dazwischen schwimmen oder joggen.

Punkt 2: motiviert und fokussiert
Nach harzigen Wochen sind nun Erfolge sicht- und messbar, mit einem Ziel klar vor Augen: über den Handstand zu einer besseren Form finden.

Punkt 3: Gewicht verloren
Das zeigt sich optisch, auf der Waage, aber auch in mehr Leichtigkeit im Training.

Punkt 4: Transformation im Gang
Atmung, Haltung und Geist stabilisieren sich – das bringt Ruhe. Die verbesserte Selbstwahrnehmung führt zur besseren Selbststeuerung. Der Atem fliesst ungehinderter – das macht freier. Das wiederum evoziert weniger Ersatzhandlungen.

Das ist vor allem im Yoga, aber auch in anderen Arten von Training die grosse Transformation: von einer Negativ- in eine Positivspirale. Was man sich davor mühsam erkämpfen musste mit Disziplin, Verzicht und Willenskraft, bekommt jetzt eine eigene Dynamik. Plötzlich gehts wie von selbst, man zwingt sich nicht mehr, sondern hat Lust drauf.

Fazit:
Christophe steht jetzt ein bis zwei Augenblicke im freien Handstand. Die nächsten drei Monate heissts für uns: finetunen. Und für die Handstand-Fangemeinde: stay tuned!